Der lineare Massstab als Herzstück der Wegmessung
Der lineare Massstab bildet die physische Referenz für jedes Längenmesssystem. Bei magnetoresistiven Systemen besteht er aus magnetisierten Nord- und Südpolen mit konstanter Teilung, die direkt in die Profilschiene integriert sind. Diese Integration schützt vor äusseren Einflüssen und gewährleistet eine präzise geometrische Zuordnung zwischen Führungs- und Messpunkt.
Ein kritischer Vorteil integrierter Längenmesssysteme: Die direkte Positionierung des linearen Massstabs entlang der Verfahrachse minimiert Abbe-Fehler. Diese entstehen, wenn Messpunkt und Wirkstelle, zum Beispiel das Werkzeug, nicht auf derselben Linie liegen. Winkelabweichungen führen dann zu Positionsfehlern proportional zum Versatz. SCHNEEBERGER reduziert diesen Abbe-Versatz auf wenige Millimeter.
Magnetoresistive Sensoren arbeiten zuverlässig auch unter Verschmutzung, Kühlschmierstoffen und mechanischen Einflüssen. Im Gegensatz zu optischen Systemen, die durch Partikel beeinträchtigt werden können, bieten sie hohe Verfügbarkeit in Werkzeugmaschinen und Automationsanlagen. Die Auflösung erreicht typischerweise 1 bis 5 Mikrometer. Für höchste Genauigkeitsanforderungen ergänzt MINISCALE PLUS das Portfolio mit optischer Messung im Submikrometerbereich.
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